AKTUELLES


  • Lärmschutz an der Osttangente vor der entsprechenden Grossratskommission:
    Mehrere parlamentarische Vorstösse, u.a. von Dominique König-Lüdin und Oswald Inglin, forderten schon vor einiger Zeit dringend notwendige Lärmschuzmassnahmen entlang der Osttangente. Im Juni 2021 verfasste die Regierung einen entsprechenden Ratschlag ("Ausgabenbewilligung für die Vorprojektierung . . ."), der sich u.a. mit der Einhausung Breite West und der Erhöhung der Lärmschutzwände im Abschnitt Schwarzwaldallee befasst. Nächstens wird das Geschäft im Grossen Rat behandelt werden. Die beiden Anwohnerorganisationen IG "Osttangenten Ausbau Nein - Lärmschutz Jetzt!" und unser Verein hatten am 27. Oktober 2021 die Gelegenheit, unsere Forderungen vor der vorberatenden Kommission (UVEK) zu erläutern. Wir betonten die Vorzüge der längeren Version der Einhausung Breite (465m statt 265m) und die Dringlichkeit erhöhter, gekröpfter und lichtdurchlässiger Lärmschutzwände im Kleinbasel. Auch die geforderte Temporeduktion von 80 auf 60 km/h nachts auf der Osttangente, die im Ratschlag nicht angesprochen wird, da dies auf Bundesebene zu regeln ist, konnten wir einbringen. Was wie angekommen ist, wird sich zeigen, jedenfalls haben wir die Stimmung in der Kommission als wohlwollend empfunden. Hier die von Veronika Röthlisberger in ihrer Präsentation gezeigten Folien.

  • Das Bundesamt für Umwelt BAFU unterstützt unsere Forderung nach einer Temporeduktion nachts auf der Osttangente:
    Im Jahr 2019 haben verschiedene Anwohnerinnen und Anwohner der Osttangente Einsprache gegen das Projekt "Lärmsanierung Osttangente Basel" erhoben, weil auch mit den geplanten Massnahmen bei einigen Liegenschaften nachts die Lärmgrenzwerte überschritten werden. Wir forderten u.a. eine Temporeduktion nachts um 20 km/h, ein Anliegen, das vom Kanton Basel-Stadt unterstützt wird. Ein vom Bundesamt für Strassen in Auftrag gegebenes Lärmgutachten kommt zum Schluss, der Nutzen einer solchen Massnahme sei 20 mal geringer als die Mehrkosten und die Temporeduktion deshalb nicht verhältnismässig! Wir haben im Frühjahr 2021 sofort protestiert, die Untersuchung als Gefälligkeitsgutachten kritisiert und an unserer Einsprache festgehalten.
    Sehr erfreut nehmen wir jetzt zur Kenntnis, dass das BAFU als Fachbehörde für Lärmschutz in wesentlichen Teilen unsere Kritik am erwähnten Gutachten der Firma Ecoplan teilt. Die Anwendung eines rein monetären Ansatzes beurteilt das BAFU als fachlich falsch. Wesentliche Teile der positiven Auswirkungen einer Geschwindigkeitsreduktion wie die verminderte Störung der Schlafphasen werden vernachlässigt. Deshalb wendet das BAFU einen weitere Kriterien berücksichtigenden Ansatz (multikriteriell) an und kommt zum Schluss, dass unsere Forderung, nachts auf der Osttangente die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h zu reduzieren, zweckmässig, erforderlich und verhältnismässig sei. Das ist sicher die erfreulichste Nachricht seit dem Tunnelentscheid! Der Vereinsvorstand hat sofort einen Entwurf "Bemerkungen zum Schriftenwechsel zwischen BAFU und ASTRA" verfasst, der von den Einsprechenden unverändert oder mit Zusätzen ans Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK weitergeleitet wurde. Hier ist die Vorlage.

  • Griffiger Lärmschutz an der Osttangente:
    Im Dezember 2017 reichte die Grossrätin Dominique König-Lüdin eine Motion zur Verbesserung der Lärmsituation an der Osttangente ein. Darin fordert sie u.a. den Regierungsrat auf, das Projekt Einhausung West in der Breite, das in den Neunzigerjahren detailliert geplant und damit ausführungsreif war, jedoch zurückgestellt wurde, auf den aktuellen Stand zu bringen und einen entsprechenden Ratschlag auszuarbeiten. Ferner verlangt sie vom Regierungsrat, für den Bereich Schwarzwaldbrücke - Badischer Bahnhof Lärmschutzmassnahmen zu projektieren, welche eine akzeptable Wohnqualität gewährleisten. In einer Kurzmitteilung teilt der Regierungsrat am 8.6.2021 mit, er habe in Erfüllung der Motion König-Lüdin dem Grossen Rat die nötigen Mittel für die Erarbeitung eines Vorprojekts zur Einhausung der Osttangente im Bereich Breite West beantragt. Die bz berichtete am 9.6.2021 darüber und teilte mit, aus Kostengründen favorisiere die Regierung die Kurzvariante. Dass das Kostenargument so unterschiedlich gewichtet wird, verärgert natürlich die betroffene Bevölkerung, hat doch das Bundesamt für Strassen kürzlich die Forderung des Kantons und der Anwohnerorganisationen, auf der Osttangente nachts eine Temporeduktion von 20 km/h einzuführen, abgeschmettert. Dabei ist das eine äusserst kostengünstige und extrem wirksame Massnahme. Dazu hat unser Präsident einen Leserbrief verfasst, der in der bz am 11.6.2021 publiziert wurde.


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Unseren Verein erreichen Sie unter: info@osttangente-so-nicht.ch

Das Projekt Ausbau Osttangente

Der Bund und der Kanton Basel-Stadt planen die Osttangente, d.h. die Autobahn zwischen dem Schwarzwaldtunnel und dem Gellert-Dreieck, um zwei Fahrspuren zu verbreitern. Begründet wird dieser Ausbau mit einer prognostizierten pendlerbedingten Zunahme des Verkehrs bis zum Jahre 2030 um 25-30%. Besonders betroffen von diesem Ausbau sind die Quartiere Wettstein, Hirzbrunnen, Breite, Lehenmatt und Gellert. Gemäss einer kantonalen Studie wird eine "Wohnnutzung" in der Häuserzeile der Schwarzwaldallee an der Autobahn "praktisch verunmöglicht".

Die heutige Situation

Bereits heute führt die Autobahn sehr nahe an Wohnhäusern vorbei. Für die Bewohner ist die Beeinträchtigung der Wohnqualität durch Lärm, Schadstoffe, Abgase etc. enorm. Eine Verbreiterung der Autobahn vor allem an der Schwarzwaldallee würde zu einer unerträglichen Situation führen.


Luftbild Schwarwaldallee Grenzacherstrasse Luftbild Schwarwaldallee

An der Schwarzwaldallee zwischen der Grenzacherstrasse und der Wettsteinallee (Bild links) würde die Autobahn um eine Fahrspur näher an die Häuser reichen. Der Abstand zwischen Hausfassade und Autobahn würde sich auf ca. 7 Meter verringern (das Bild in der Mitte zeigt den Blick von der Grenzacherstrasse Richtung Badischer Bahnhof). Im Abschnitt zwischen der Wettsteinallee und dem Sandgruben-Schulhaus (Bild rechts) würde die Autobahn um zwei Fahrspuren in Richtung der Häuser erweitert, was das Wohnen dort praktisch verunmöglichen würde.

Impressionen von der Osttangente: Der folgende kurze Film zeigt die Situation an der Osttangente. Er wurde von einem Hausdach am Eisenbahnweg mit Blick Richtung Schwarzwaldbrücke am 22. September 2011 um ca. 15.30h aufgenommen. Er macht nicht nur das Verkehrsaufkommen deutlich (mit Güterzug im zweiten Teil des Films), sondern auch die grosse Lärmbelastung (unbedingt Lautsprecher einschalten).



Verein Ausbau Osttangente - so nicht!

Wir besorgte Anwohner der Autobahn haben im April 2010 den Verein Ausbau Osttangente - so nicht! gegründet. Unser Ziel ist der Erhalt der Lebens- und Wohnqualität in den vom Ausbau betroffenen Quartieren. Wir lehnen den geplanten Nationalstrassenausbau mitten durch ein dicht besiedeltes Wohngebiet ab.


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Verein Ausbau Osttangente - so nicht!
c/o Bruno Keller-Sprecher, Präsident, Schwarzwaldallee 56, 4058 Basel,
info@osttangente-so-nicht.ch
Vereinskonto: BKB, IBAN CH11 0077 0252 6448 1200 1 (Basler Kantonalbank)

Weitere Informationen finden Sie unter "heutige Situation" oder auf unserem Flyer.